Wieviel Fläche braucht der Mensch?

10.01.2019 | Immobilienmarkt

Deutschland verfügt über eine Fläche von rund 357.500 Quadratkilometern oder 35,75 Millionen Hektar. Davon werden etwa 50 Prozent landwirtschaftlich genutzt, über 30 Prozent sind Wald- und sonstige Vegetationsflächen und etwas mehr als zwei Prozent sind Gewässer. Der Rest sind Siedlungsflächen. Hierzu zählen Verkehrsflächen, Wohnbauflächen, Industrie- und Gewerbeflächen sowie Parks, Sport- und Freizeitflächen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts beansprucht jeder Bürger durchschnittlich etwa 618 Quadratmeter Boden für Siedlungs- und Verkehrsflächen.

Täglich kommen 87 Fußballfelder hinzu

Im Zeitraum zwischen 2013 und 2016 hat in Deutschland die Siedlungsfläche im Durchschnitt täglich um zirka 62 Hektar zugelegt, das entspricht ungefähr der Fläche von 87 Fußballfeldern. Im Vergleich zu den zurückliegenden Jahrzehnten ist der Flächen-Neuverbrauch bereits spürbar zurückgegangen. Die Bundesregierung verfolgt mit der Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel einer weiteren Senkung neuer Siedlungs- und Verkehrsflächen: bis 2030 soll der Flächenverbrauch auf unter 30 Hektar am Tag zurückgehen, bis 2050 heißt das Flächenverbrauchsziel „Netto-Null“.

Regional riesige Unterschiede

Die Bodennutzung weist innerhalb von Deutschland erhebliche Unterschiede auf. In den Großstädten wird teilweise die Hälfte der Fläche für Wohnbau, Industrie/Gewerbe und Verkehrsflächen genutzt. Spitzenreiter ist München mit 52 Prozent, danach folgen Berlin, Frankfurt und Hamburg. Es gibt aber auch Städte mit besonders starker Durchgrünung. Wiesbaden und Potsdam beispielsweise verfügen über etwa 60 Prozent Vegetations- und Landwirtschaftsflächen.

Flächenmangel in Großstädten treibt die Preise nach oben

Bezahlbares Wohnen wird in den Großstädten immer mehr zum Thema. Besonders in den Top-7-Metropolen Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt, Köln, München und Stuttgart spitzt sich die Lage zu. Immer mehr Menschen zieht es in diese Städte. Nach einer Studie der Bundesbank zu Wohnimmobilien in Deutschland schätzen die Menschen in den sieben Städten vor allem die guten Arbeitsbedingungen und entsprechende Gehälter, das reiche Kulturangebot sowie die gut ausgebaute Infrastruktur. Nicht nur die sieben Hochburgen – auch viele andere Städte erleben seit Jahren einen wahren Run. Angesichts dieser Beliebtheit sind in den Städten deutschlandweit die Bodenpreise stark nach oben geklettert. Seit dem Jahr 2000 legten die Preise für Bauland um fast 50 Prozent zu. Im gleichen Zeitraum hat sich hingegen das Bauen nur um 25 Prozent verteuert.

Einkommensanteil für Großstadtwohnung hoch

In den sieben Lieblingsmetropolen zahlen die Menschen vergleichsweise einen hohen Anteil ihres verfügbaren Einkommens für das Wohnen. In den besonders beliebten Städten München und Berlin beträgt dieser Wert teilweise über 30 Prozent. Im statistischen Mittel allerdings ist der Einkommensanteil für das Wohnen in den letzten zehn Jahren mit etwa 21 Prozent nahezu gleichgeblieben.

Kleinere Wohnungen in großen Städten

In Untersuchungen des Bundesamts für Arbeit und des Instituts der deutschen Wirtschaft wurde ermittelt, wie viele Quadratmeter sich Mieter und Käufer hierzulande bei Wohnkosten von 26 Prozent des Monatseinkommens leisten können. In München sind es 41 Quadratmeter, in Hamburg 55, in Frankfurt 56 Quadratmeter, in Berlin und Stuttgart 59 Quadratmeter, in Köln 60 und in Düsseldorf 61 Quadratmeter. Für die mittelgroßen Städte drei Beispiele: in Bayreuth und Mönchengladbach bekommt man jeweils etwa 80, in Cottbus 81 Quadratmeter. Besonders viel Wohnfläche steht Menschen in der Wesermarsch (104 Quadratmeter) und in Salzgitter (109 Quadratmeter) zur Verfügung.

 

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