Wohnen in Deutschland – wie robust ist der Immobilienmarkt im Jahr der Pandemie?

24.11.2020 | Immobilienmarkt

Trotz der Einschnitte in Wirtschaft und Gesellschaft durch die Pandemie gibt es auf dem Immobilienmarkt kaum Rückschläge zu verzeichnen. Der Markt in Deutschland zeigt sich unbeeindruckt positiv, die Preise sind ebenso ungebrochen auf hohem Niveau wie die Nachfrage nach Wohneigentum selbst. Das sind Kernaussagen einer aktuellen Untersuchung. In Kooperation mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) und seiner Beratungstochter (IW Consult) sowie der Sparda-Banken wurde die Studie „Wohnen in Deutschland 2020 – Unterschiede zwischen Stadt und Land“ erstellt. Im Fokus der Untersuchung: regionale Wanderungsbewegungen und die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Immobilienmarkt.

Metropolregionen unbeeindruckt attraktiv

Die Städte mit hoher Wirtschaftsleistung und deren Umlandgemeinden werden weiter stark nachgefragt, während strukturschwache Regionen Bevölkerungsverluste beklagen. Vor allem in die Millionenstädte Berlin, Hamburg und München zog es die Menschen. Seit 2011 wuchs dort die Bevölkerung um mehr als 550.000. Insgesamt nahm die Bevölkerung in Deutschland seit 2011 um über 2,8 Millionen zu. Im städtischen Raum leben mittlerweile 61,4 Prozent der Menschen – der Trend zur Urbanisierung hat sich damit weiter fortgesetzt.

Berlin und Umland

Die Hauptstadt hat nach wie vor eine hohe Anziehungskraft. Von 2011 bis 2019 stieg die Zahl der Einwohner um 343.500. Entsprechend stiegen Kauf- und Mietpreise für Wohnraum stark an. Die höchsten Kaufpreise mit Quadratmeterpreisen über 6.000 Euro werden in Mitte, Tiergarten, Wannsee, Dahlem und Alt Treptow erzielt. Pankow, Kreuzberg und Wilmersdorf liegen über 5.000 Euro. Günstiger wird es in den Randlagen, insbesondere im Südosten Berlins. Das Umland spricht angesichts der gestiegenen Preise besonders Familien mit erhöhtem Platzbedarf an. Während in Berlin die Durchschnittsgröße angebotener Wohnungen 80 Quadratmeter beträgt, springt diese Zahl auf rund 110 Quadratmeter im Umland.

Eigentumsquote sehr unterschiedlich

Etwa 45 Prozent der deutschen Haushalte wohnen in den eigenen vier Wänden. In den neuen Bundesländern sind es 36 Prozent und in den alten Bundesländern 48 Prozent. Die meisten Wohneigentümer finden sich unter den Paaren: fast 60 Prozent unter ihnen haben den Schritt zum Eigenheimbesitzer gewagt. Die Eigenheimquote ist regional stark differenziert und in ländlichen Räumen und kleineren Gemeinden deutlich höher. In Kleinstädten bis zu 20.000 Einwohnern liegt die Wohneigentumsquote bei 58 Prozent, in Großstädten ab 100.000 Einwohnern ist sie mit nur rund 30 Prozent spürbar geringer. Berlin weist eine Eigentumsquote von gerade einmal 15 Prozent auf. Im Zuge der Wohneigentumsbildung sind meist familiäre Bedürfnisse treibend: die Haushalte legen Wert auf eine gute Versorgung mit Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen sowie den notwendigen Platz.

 

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